Reviews...Rezensionen

HELLHEAD

2.Album

Niemals Zurück

OX FANZINE   Februar/März 2016

Ausgabe #124

 

Kent Nielsen

 

Deutschpunk von der Nordseeküste mit leichtem Metal-Einschlag und textlichem Hang zu maritimen Themen. Von den Vorgängerbands BROKEN CONFIDENCE, BBQKEN, BEN, MEASLY CORPSE, FERTILE SOIL OF VIOLENCE und LEBERWOHLSTAND sind mir nur die letztgenannten ein Begriff.

Textlich sind HELLHEAD zwar einfach gestrickt, dafür umso effektiver. Musikalisch erinnern sie mich irgendwie an das großartige C.I.A.-Projekt von Elf und Dirk von SLIME. Im Vorprogramm der Hamburger wären sie tatsächlich auch gut aufgehoben.

Vielleicht klappt es ja irgendwann!?

Anspieltipp: „Guantanamo Express“ und „Denkmal/Männer vom Meer“.

 

 

Note: 7 von 10 Punkten


www.ox-fanzine.de/web/rev/98633/reviews.207.html

 

CROSSFIRE   April 2016

Chris Föhrenbach

 

Das Meer, wunderschön und geheimnisvoll. Es bietet Stoff für unzählige Legenden, Geschichten für Seemausgarn und Romantik. Auch die Hellhead aus Jever behandeln in ihren Texten vorwiegend Themen, die mit dem Meer zu tun haben. Dabei erinnern die vier Nordlichter etwas an eine rockige Version von Santiano. Eindeutig erkennbar sind Einflüsse von Metal und Punk in ihrer Musik. Auch der Gesang ist charakteristisch, ist er doch stets mit einem friesischen Akzent versehen. Mögen die Herren auch schon alle einen etwas älteren Jahrgang haben, so gründeten sie Hellhead doch erst vor sechs Jahren und brachten im vergangenen Jahr ihr zweites Album mit dem Titel „Niemals Zurück“ hervor. Geprägt ist das Album vor allem von schnellen und rockigen Songs, doch auch einige Ausnahmen sind dabei. So sind beispielsweise vor allem in „Sucker“ und in „Hardpunk“ die Punkeinflüsse deutlich zu erkennen. Melodisch sind diese Songs zwar nicht unbedingt, dafür aber geradlinig und authentisch. In Titeln wie „Schwarzer Rabe“ wird ganz klar Meer und Seefahrt thematisiert. So geht es Speziell in diesem etwas makabren Song um ein schlechtes Omen auf See. Auch die beiden Stücke „Frühling“ und „Das Meer“ drehen sich um das Meer, was besonders bei letzterem natürlich bereits am Titel zu erkennen ist. Doch auch andere Themen werden in ihren Werken behandelt. So ist in den Song „Black To Black“ eine eindeutige Botschaft gegen Rassismus verankert, in „Neuer Morgen“ geht es darum nie aufzugeben und in „Guantanamo Express“ wird die vorherrschende Gesellschaftsform kritisiert. Dies gehört ja mittlerweile zum guten Ton im Deutschrockbereich. „Monster“ ist dann wieder ein Song, bei dem auch die Metaleinflüsse offensichtlich werden. Der Song ist langsamer als die meisten anderen, er wird von harten Riffs dominiert und kommt ziemlich schwer, aber klangvoll daher. Ruhige Passagen, in denen eine stimmige Basslinie dominiert, lockern das Ganze etwas auf. Hellhead versuchen in ihrer Musik den Charme der Seemannsmusik, wie sie beispielsweise Santiano spielt, mit dem Charakter des Deutschrock zu verschmelzen. Dies gelingt ihnen ansatzweise recht gut, jedoch nicht voll und ganz. Sowohl Fans des Seemannscharmes als auch des kompromisslosen Deutschrocks dürften sich von Hellheads Longplayer „Niemals Zurück“ angesprochen fühlen. Doch voll und ganz befriedigt werden wohl die Vertreter beider Strömungen nicht, Dennoch merkt man der Musik an, dass die Musiker hinter ihr stehen, an das was sie tun glauben und dabei Spaß haben und darum geht es letztendlich ja auch.

Note: 6.5 von 10 Punkten
www.crossfire-metal.de/13167-0-HELLHEAD-NIEMALS-ZURUeCK.html 

 

POWERMETAL   März 2016

Marius Luehring

 

Seemannspunk?

 

Irgendwie passt auf den ersten Blick nichts so richtig zusammen bei HELLHEADs zweitem Album "Niemals zurück". Ein episches Piratencover, ein nicht im Ansatz darauf abgestimmtes Bandlogo und ein deutscher Titel? Ich bin verwirrt, aber so gewinnt man zumindest mein Interesse. Was kann da aus den Boxen kommen? Ein ALESTORM-Abklatsch? Ein SANTIANO-Tribut?

Nein. Durchatmen. Die aus dem rauen Wilhelmshaven stammende Truppe bietet räudigen deutschen Punk Rock mit gehörigem Metal-Einschlag im Gitarrenspiel und guten Seemannstexten. Gesungen wird deutsch und grölig, gerifft wird hart, auch ein paar Soli versteckt die Band immer mal wieder in ihrem süffigen Gebräu.

Und HELLHEAD landet doch tatsächlich schon mit dem ersten Song einen Volltreffer. 'Frühling' nistet sich ohne Vorwarnung direkt im Gehörgang ein. Das ist herrlichstes deutsches Punkgut, wenngleich man sich an die Stilmischung und die Phrasierung von Sänger Mattes erst einmal gewöhnen muss. Ist dieser Schritt genommen, der wegen des an den Anfang gesetzten Ohrwurms möglichst sanft gestaltet wurde, steht dem Genuss von "Niemals zurück" nichts mehr im Wege. So klingt im Sound der Küstenbewohner immer mal wieder MOTÖRHEAD (man höre vor allem 'Sucker') oder IRON MAIDEN ('Schwarzer Rabe') durch; ein wenig BÖHSE ONKELZ (nur halt in gut) ist auch drin in der Mischung.

Die Musik ist also schon mal gefällig. Das i-Tüpfelchen steckt in diesem Fall aber in den Songtexten. Es wird oft nachdenklich aufs Meer geblickt, manches Mal wird es, wie es sich für Punk gehört, politisch ('Guantanamo Express'), es geht um Freundschaften und Seefahrt. Und eine Hymne für König Rock ist auch noch dabei. Niemals überkandidelt, sondern stets glaubhaft, präsentiert der Vierer seine Gedanken zum Leben. Man fühlt sich einfach wohl, auch weil die Texte, wie auch die Musik, nicht so glatt sind, sondern bereit zum dran Aufreiben.

Ganz großes Kino bieten die Norddeutschen dann beim abschließenden Song 'Denkmal / Männer vom Meer', in dem es um die Deportation der jüdischen Einwohner Jevers 1938 und das Gedenken an sie geht. Das ernste Thema wird im Song mit dem nötigen Respekt bearbeitet und trotzdem kommt am Ende ein Stück heraus, das fantastisch mit den anderen Tracks auf "Niemals zurück" harmoniert.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt - bei HELLHEAD passt irgendwie doch alles zusammen. Die Musik wird nicht jedem schmecken, aber das will sie auch gar nicht, denke ich. Mir schmeckt sie jedoch ganz vorzüglich.

 

Anspieltipps: Denkmal / Männer vom Meer, Frühling

 

Note: 8.00

http://powermetal.de/review/review-Hellhead/Niemals_zurueck,27928.html

 

METALGLORY    März 2016

Onno Siebrecht

 

Die Wilhelmshavener Band HELLHEAD stellt mich bei ihrem zweiten Album "Niemals Zurück" zu allererst mal vor ein Problem: In welches Genre ordne ich das Album ein? Ist das nun Metal? Oder doch eher Punk? Die Antwort ist recht simpel: Es ist beides.

Das Album ist erst einmal jede Menge Krach. Schon beim ersten reinhören klingt es dreckig, aber ohne dabei eine schlechte Klangqualität zu haben. Der Sound und das Feeling des Albums sind definitiv der gewollte Stil dieser Scheibe. Und das macht Spaß! Fenster auf und aufdrehen war mein erster Gedanke. Sänger Mattes grölt die Texte raus, bleibt aber klar verständlich. Auch Gitarrist Fuxx liefert eine solide Arbeit ab, die Gitarrensoli sind nicht zu überreizt und zeigen, dass der Mann sein Instrument beherrscht. Drummer Ralle hätte meiner Meinung nach noch ein bischen mehr Druck machen können. Der Sound wird durch Bassisten Phil komplettiert.

Die Texte werden von der Nähe zum Meer beeinflusst, doch auch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen werden von der Band behandelt. Als Beispiel hierfür sollte man sich mal den Song "Guantanamo Express" anhören. Hier machen sie klar, was sie von PEGIDA und ihrem "Wir sind das Volk"-Gebrülle halten. Sicherlich werden jetzt einige abwinken oder sich umdrehen, dennoch empfehle ich auf jeden Fall mal in dieses Stück Friesen-punk-metal reinzuhören. Spaß macht es, scheppern tut es, laut muss es sein.

 

Fazit: Eigenwilliger Stil, kritische Haltung, friesische Härte. Nicht für jeden, trotzdem gelungen.

 

http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=27134

 

THE PIT    Februar 2016

Thorsten Seitz

 

Einer der größten Fehler, den man mit diesem Album machen kann, ist, sich zu sehr von der Punkattitüde verleiten zu lassen, die der Platte (wahrscheinlich von Promoagenturen) nachgesagt wird. Die Punkelemente gibt es zwar, aber sie dominieren niemals. Eher gegenteiliges ist der Fall. Meist hat man den Verdacht, dass die Band einfach nicht drumrum kam, abund an die Punkklatsche auszufahren, um nicht in den Pop-Sektor abzudriften. Denn ansonsten wären die Wege zu Vergleichen mit „Bands“ wie Santiano nicht weit. Zumindest in einigen musikalischen Passagen. Einen großen Vorteil hätten Hellhead nämlich in diesem Vergleich: die Texte sind deutlich tiefgründiger.

 

Hier ist überhaupt ein großer Pluspunkt der Scheibe zu finden. Die Lyrik auf „Niemals zurück“ befasst sich oft mit Geschick mit sozialen und aktuellen Themen, die die Gemüter in Deutschland im Moment hochkochen lassen. Mit viel Gespür positionieren sich Hellhead im Resort derer Menschen, die auch schon mal etwas mehr nachgedacht haben als unbedingt lebensnotwendig ist. Dazu verstehen es Hellhead, ihre Texte in ein nicht immer schönes, aber immer ansprechendes Gewand zu packen. Allerdings ist ein Text auch immer nur ein Baustein der Musik.

 

Was das Songwriting anbelangt, kann man den Nordlichtern auch keine großen Vorwürfe machen. Allerdings summieren sich ein paar kleine Kritikpunkte, die nicht wirklich gewichten, aber doch auffallen, wenn die Scheibe schon ein paar Runden gedreht hat. Da wäre als erstes die Sache, dass die Platte etwas mehr Rotz vertragen hätte. Rotz in Form von ein bisschen mehr Punk. Vor allem am Schlagzeug könnte man da noch einen Teil zu beisteuern. Öfter mal ein Fill, oder auch andere Spielereien könnten die Situation schon auflockern. Das soll es dann aber schon auch gewesen sein mit der Kritik am Songwriting. Mehr kann man hier wirklich nicht beanstanden.

 

Nicht jedermanns Sache dürfte der Gesang sein. Die Texte sind in deutscher Sprache verfasst, was ja durchaus völlig ok ist. Allerdings sind die meisten Musikfreaks nicht so mit dem Norddeutschen vertraut. Man sollte sich der Scheibe aber auch gerade deswegen annehmen. Die etwas andere Sprechweise sorgt im Endeffekt nämlich für eine ganz eigene Stimmung, die der Platte durchaus gut tut.

 

Fassen wir zusammen: Hellhead können mit ihrem Debütalbum durchaus überzeugen. Ein paar kleinere Schwächen gibt es, große Probleme bleiben aber genauso aus wie Flops in der Tracklist. Das Mastering der Scheibe hätte man etwas pingeliger betreiben können, aber wir reden hier von einem Debütalbum. Da brauchen wir nun mal wirklich nicht so pingelig sein. Wenn man auf punkig angehauchten Hard Rock mit deutschen Texten steht, dann ist man hier an der richtigen Adresse.

 

http://www.the-pit.de/review/hellhead-niemals-zurueck/#.VtSXcvnhAdV

 

MY REVELATION    Januar 2016

Mario Loeb

 

Aus dem Norden erreichte mich das zweite Album von Hellhead mit dem Titel "Niemals Zurück". Die Stärken des Albums sind mit Sicherheit die echt tollen Riffs und ein mächtiger Gitarren-Sound, der einem echt ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Etwas schwerer habe ich mich mit dem Gesang getan, der doch sehr eigen ist, aber zum Gesamtbild passt. Der Bastard aus Punk und Metal dreht auch richtig auf, so dass kaum Langweile entsteht. Die Steife Brise kann man auch locker von Anfang bis Ende halten. Trotzdem ist der Silberling ein Stück Musik, das man nicht jedem empfehlen kann, denn viele Songs lassen einen irgendwie mit einem Fragezeichen zurück und sind dann doch auch textlich einfach zu lokal bezogen. Aber das ist gewollt und lässt die CD sehr ehrlich und ursprünglich wirken. 


Fazit: Ein solides Album, das sicher nicht für jeden geeignet ist, aber seine Anhänger auch im Rest der Republik finden wird. Ein kühles Jever sollte man beim Hören aber vielleicht doch dabei trinken, um sich der Platte besser annähern zu können.

 

http://www.myrevelations.de/index.php?section=reviews&module=cdreviews&submodule=review_detail&reviewid=14736

 

BLEEDING 4METAL    Januar 2016

Judvine

 

Oh, was haben wir denn hier? Bisher ist die Existenz der Band HELLHEAD aus Wilhelmshaven komplett an mir vorbei gegangen. Umso schöner, dass ich jetzt in die aktuelle Platte "Niemals Zurück" reinhören darf.

Der Opener 'Frühling' wirkt erstmal etwas unaufgeräumt und glänzt mit mediokerer Gitarrenarbeit. Danach wird's wesentlich punkiger, die Gitarren klingen sauber genug, aber nicht zu sauber und es wird mit Energie nur so um sich geworfen. Lyrisch befinden wir uns häufig in Bildern der Seefahrt, in der Weite des Meers. Das hätte ich mir so jetzt nicht ausgesucht, aber als alter Käpt'n Blaubär Freund kommt es auch nicht ungelegen. Dass die Jungs allerdings auch kritisch können, beweisen sie mit dem Stück 'Guantanamo Express', in dem mit Angstmache von PEGIDA und Co. abgerechnet wird. Dabei kommen HELLHEAD komplett ohne Kraftausdrücke und direkte Bosheit aus. Chapeau! Stücke wie 'Schwarzer Rabe' oder 'Black To Black' punkrocken vor sich hin - inklisive kleinerer Überraschungen. Die maritime Stimmung strotzt vor Freiheitsdenken und kollegialer Bruderschaft.

Schlagzeuger Ralle tut, was er soll, nämlich treiben und scheppern. An einigen Stellen ist da mehr Beckenarbeit als aus meiner Sicht reingehört, aber das ist jammern auf hohem Niveau. Gesanglich schafft Mattes es, eine rohe, maskuline Stimmung zu erzeugen. Klingt erstmal nach kernigem, pfeiferauchendem Hausboottyp. Was besonders gefällt ist, dass der Bass hier und da mal ein bisschen besser rauskommt. Akzentuierte Basslines sind ja etwas, was leider häufig zu kurz kommt. Rein fachlich ist die Gitarre so gespielt, wie sie in deutschem Ostsee-Punkrock gespielt zu sein hat. Rau, mal schnell, mal nicht, aber immer auf die Zwölf. Fuxx ist kein herausragender Gitarrist, das muss er aber auch nicht sein, denn er transportiert Stimmungen. Und das ist genau das Richtige für diese Musik.

Die Männer von HELLHEAD ergänzen sich musikalisch hervorragend. Dadurch ist "Niemals Zurück" an keiner Stelle stumpfsinniger Spaßpunk, sondern immer ausgearbeitet und durchdacht - ohne dabei das Herz zu verlieren. Also doch eher Deutschrock, aber ohne die negative Konnotation. 

Mein Nörgelbalken gilt vor allem dem Sound. Der soll vermutlich so und wird auch seine Jünger finden. An manchen Stellen ist er mir aber selbst für kernige Testosteronmusik zu dünn und nicht sauber genug. 

Nichtsdestotrotz, liebe Seefahrer und Blaubärfreunde: Segel setzen, Bier auf und "Niemals Zurück" kehren. 

 

http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=7504

MUSIX    Dezember 2015

 

Der Name Hellhead macht klar, dass es hier nicht um Kasper- oder Kindergeburtstags-Mucke, sondern um harten Rock geht. Oder ist es doch eher Metal oder Punk? Egal, die Songs auf „Niemals Zurück“ krachen gut rein, die Texte bleiben hängen und die Kompositionen sind ausgereift. Und obwohl es nicht um Party-Musik geht, macht „Niemals Zurück“ ziemlich viel (höllischen) Spaß.

 

LEGACY Dezember 2015

(PAT)

 

Aus Jever kommt nicht nur friesisch herber Gerstensaft. Nein, interessante Bands sind dort auch zu finden. So wie HELLHEAD, vier Jungs im mittleren Alter, die den Hang zum Meer und Seemannsgarn mitbringen. Musikalisch sind die Jungs gar nicht so einfach in eine Schublade zu stecken. Ganz viel Metal und klassischer Rock ist obligatorisch und unüberhörbar. HELLHEAD haben aber mehr zu bieten. Da wären der individuelle Gesang, die domonierenden Punk-Rock-Einflüsse und vor allem der eigenständige Sound. So in etwa kann man sich dn Klangteppich auf „Niemals Zurück“ vorstellen. Thematisch orientiert sich die Band an jenen Dingen, die die Herren tagtäglich sehen – das Meer, die Vögel und das dazugehörige Piratenthema. Hört sich alles lustiger an, als es ist. So ist zum Beispiel „Guantanamo Express“ ein politisches Statement, zementiert mit zeitlosen E-Gitarren-Riffs, und dazu aktueller denn je. Die erste Single und das dazugehörige Video „Das Meer“ fischen im Grunge-Gewässer. „Monster“ symbolisiert den zeitlosen Stoner Rock. Die ewigen „früher war alles besser“-Lager bekommen mit dem Song „Damals“ die passende Hymne. Ruhige Töne werden beim passenden Titel „Denkmal“ angeschlagen, ein musikalisches Refugium. Hört sich alles komplexer an, als es ist. Man muss sich einhören in „Niemals Zurück“, bekommt als Belohnung aber eine solide Platte!

 

MUSIC-SCAN    Dezember 2016

Arne

 

Die Stoßrichtung ist klar: die Musiker aus Friesland wollen Spaß haben und treten aus diesem Grund mit gefälligen, zugespitzten Stücken zwischen Punk, Hardrock und Metal an, die auf Konzerten die Stimmung anheizen. Die Live-Orientierung der Formation äußert sich in griffigen Hooks und Refrains und einem bauchgesteuerten Songwriting. Einer Warmlaufphase bedarf es nicht. Sobald „Niemals zurück…“ läuft, ist man direkt mitten im Geschehen. Die gegebene Vorhersehbarkeit des Spiels von HELLHEAD und die Ballung von Stereotypen kann man kritisieren, genauso gut aber als Grundlage für die Effektivität des Zweitwerks der Norddeutschen einordnen. Hier spielen Fans für ihres gleichen. Textlich setzt das Quartett häufig auf einen Seefahrt-Kontext, was seine Herkunft unterstreicht. Mit ,Guantanamo Express‘ findet sich aber auch ein deutliches politisches Statement, mit dem die Musiker über den Tellerrand hinaus schauen und rechten Tendenzen in Teilen der deutschen Bevölkerung ein Contra setzen. Aufgrund des gewählten Crossover-Stils und der verkörperten Attitüde lassen sich HELLHEAD tendenziell neben COR und Dritte Wahl stellen, obwohl die Friesen weniger in Richtung Hardcore und Punk zielen und mehr die Hardrock-Schiene bedienen. Mit „Niemals zurück…“ erscheint ein couragiertes Werk, dass seinem Ansatz gerecht wird und heraus stellt, was den Friesen wichtig ist und Spaß macht. 

 

www.music-scan.de/Templates/reviews_team.php?id=21771

 

BIOTECHPUNK    Dezember 2015

Sebastian

 

 

http://biotechpunk.de/2015/12/review-hellhead-niemals-zurueck/

 

Hellhead waren mir als Band bisher unbekannt, doch sie spielen hier Deutschpunk, wie dem Albumtitel, dem Artwork schon ein wenig zu entnehmen ist. Doch insgesamt, so ist dem Artwork, eigentlich auch dem Titel und den Songs ebenfalls, bezieht sich das Album hier auf das Meer. Die See, die Seefahrt.
Das Meer ist ein Ankerpunkt, ein Anker für die Musiker um die es sich hier dreht. Nordmänner, Seemänner. Wobei es sich hier nicht nur um das Meer und die Seefahrt dreht auf diesem Album, aber auch; und oft.
Doch die Musik, die ist Punk, erinnert vom Stil streckenweise an Dritte Wahl, wie ich finde, vom Punk mit Metal-Einschlag. Sehr laut, direkt und ehrlich, das ganze hier.

Die Musik hier nun in Worte zu fassen ist nicht leicht, doch der Versuch ist da. Deutschpunk, wobei dies als Genrebeschreibung mehr Vorurteile hervorruft als das es weiterhilft als Beschreibung. Doch geboten wird eben Punk, Deutschsprachigen und der ist auch noch an der Nordseeküste angesiedelt, thematisch, streckenweise.

Hellhead bringen hier somit sehr eingängigen, aber auch sehr druckvollen Punk auf diese Platte, welcher ordentlich passend produziert wurde und somit in einem mehr als passenden Gewand daher kommt. Der Sound ist einfach stark, dicht und direkt. Die Kraft in den Songs ist vorhanden, einfach auch für die Hörerin und den Hörer zu spüren, ohne das hier etwas überproduziert, oder geschönt klingt.

Mein Fazit: Ich finde die Musik von Hellhead, welche ich sehr überzeugend finde, recht schwer in passende Worte zu fassen, welche die Musik und de Sound treffend beschreiben könnten.
Somit bleibt mir einfach als Fazit das dies was ich hier höre gefällt und sehr solide und eingängig ist und druckvolle Songs abliefert.
Hört einfach mal rein und genießt als Einstieg das Video, welches zu einem aktuellen Song abgedreht wurde.

 

 

BACK AGAIN    Dezember 2015

Maximilian Nitzschke

 

 

„Mehr als nur Musik. Mehr als nur eine Idee. Mehr als nur eine Band. Mehr als das Auge sehen, mehr als das Ohr hören kann. 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug. Rock? Metal? Punk? Entscheide selbst.“ 

So lautet das Motto der Wilhelmshavener Band Hellhead. Mattes (Vocals, Gitarre), Fuxx (Gitarre), Ralle (Drums) und Phil (Bass) hatten zusammen eine musikalische Vision. Das genaue Ziel war noch unklar. Ende 2010 wurden Nägel mit Köpfen gemacht, denn die Jungs hatten sich zu einer Band ohne Namen zusammen gefunden und all ihre Einflüsse aus vorherigen Bands (Leberwohlstand, Broken Confidence..) mit hinein gebracht. Heute heißen sie Hellhead und machen eine vielschichtige Mischung aus Rock und Punk. Der Hörer spürt, dass sich die Jungs auf einem guten Kurs bewegen. Die erste CD stammt schon aus dem Jahr 2013 und kam insbesondere live sehr gut an. Nun Ende 2015 die zweite CD mit ausschließlich eigenen Songs. Die elf Stücke wurden erneut in den Soundlodge-Studios aufgenommen und abgemischt. Heraus kam eine CD die in erster Linie Spaß macht, zum anderen aber auch Sozialkritik übt. Wer sich nicht mit allem zufrieden gibt und nicht jedem Slogan nachrennt, findet hier die passende Musik!

 

 

CRAZY UNITED Online-Magazin    Dezember 2015

East Side Daniel

 

 

(7hard / www.7hard.com)
Eine steife Brise weht mir da von der Nordseeküste entgegen, denn HELLHEAD liefern auf ihrem zweiten Album ein amtliches Metal-Punk-Brett ab. Zwei Gitarren, Bass und Drums bilden die Grundlage und machen reichlich Lärm. Die Soundqualität geht dabei voll in Ordnung und so wundert es nicht, dass die See ordentlich aufgewühlt ist. Dass sie bei diesem Wellengang trotzdem ihre Instrumente zu beherrschen wissen, zeigt sich auf ganzer Linie und so können sogar die eingestreuten Solis größtenteils zu gefallen. HELLHEAD selbst verorten ihren Fahrstil irgendwo zwischen Rock, Metal und Punk. Je nach Vorlieben, wird hier also sicherlich jeder etwas für sich finden. Kapitän Mattes grölt indes die Texte lauthals und charmant über das ganze Deck, bleibt dabei jedoch zu eintönig. Mehr Abwechslung in der Stimme wäre ganz schön gewesen. Ihren Kurs wissen die vier Seeleute aber ganz genau zu bestimmen und dieser führt vorbei an den Klippen der Intoleranz und falschen Nostalgie. Im „Guantanamo Express“ möchten sie z. B. die ganze PEGIDA- / besorgte Bürger-Scheiße am liebsten auf dem Grund des Ozeans versenken. So gut der Kurs auch gewählt, manchmal geht er über zu viele Umwege und so kommt es, dass einige der Songs zu lang geraten sind. Schade, denn es zieht den Segeltörn unnötig in die Länge. Nichtsdestotrotz sind hier vier tüchtige Seefahrer am Werk, die ihre Aufgabe gut meistern. Sicherlich gibt es Platten, bei denen das Plankenputzen leichter fällt, aber langweilig wird es hier auch nicht. Fazit: Auf eine Schiffsreise mit HELLHEAD bzw. „Niemals zurück“ zu gehen ist kein Muss, aber kann man durchaus machen. Note: 3+

 

REAPERZINE November 2015

Hanse Bänger

 

Bewertung: 10/10

 

 

Nach dem ersten HELLHEAD-Album sagte ich schon, dass die Messlatte für das zweite Album sehr hoch hängt und die Jungs das nicht toppen können. Sie haben es nicht geschafft, aber sie konnten das Level halten. Es befindet sich für mich kein Ausfall auf der Scheibe. Textlich sind die Jungs sich treu geblieben. Das Maritime ist stärker ausgeprägt als auf der ersten Scheibe, und da der Wind ab und zu von rechts bläst, wird links gegengesteuert.

 

"Frühling", die erste Nummer, ist textlich ein Song, der Hoffnung macht und mit einem flottem, melodiösen Gitarrenlauf einem gleich durch die Glieder geht. Ein Pfiff, und es wird mit "Sucker" recht punkig, und man lädt zum Pogen ein. Eine Eigenart von HELLHEAD, englische Wörter geschickt in deutsche Texte einfließen lassen. "Neuer Morgen" ist ein Stück im Midtempo, welches dem Hörer eine positive Message vermittelt. Gedoppelte Gitarrenläufe krönen den Song noch zusätzlich. "Guantanamo Express" war der erste Song, den HELLHEAD über eine Internetplattform veröffentlichten, als die ersten Flüchtlingsheime brannten. Ein geiles Gitarrenriff, gefolgt von Gitarrenläufen geht es melodiös gegen den rechten Strom. Ein ausgedehntes Gitarrensolo gibt dem Song noch eine besondere Note. Die Bassgitarre ertönt, ein Schrei, die Gitarren kommen mit einer schleppenden Drum. "Monster" ist für mich mit eines der Highlights des Albums. Es sticht durch seine düstere Atmosphäre heraus. Nach einem ausgiebigen Instrumentalpart ertönt wieder nur der Bass, und es wird eine unheimliche Atmosphäre mit Geräuschen, einer Gitarrenmelodie und einem flüsternden "Monster" erzeugt, um dann den Song mit dem Refrain zu beenden.

 

Kompletter stilistischer Wechsel! Eine gar fröhlich treibende Melodie tönt durch die Boxen, und es wird im Chor ein "Damals" in alter Punkmanier gebölkt. Der Song lädt zur Party ein, auch wenn der Text einen gewissen Generationskonflikt beschreibt. (So etwas gab es damals auch nicht!) "Schwarzer Rabe" ist ein cooler Metalsong mit gedoppelten Gitarren. Auch hier muss eine maritime Geschichte herhalten, um ein alltägliches Phänomen zu umschreiben. Im Booklet ist eine Notiz über dem Song: "Über Aberglaube und Lehren". Auch in dem achten Song "Black To Black" sticht man wieder in See. Auch dieser Song ist auf Deutsch mit englischen Worteinwürfen. Die Nummer ist metallischer Natur und überzeugt durch einen coolen, ausufernden Instrumentalpart. Das ist Abwechslung! Die Videoauskopplung "Das Meer" ist eine schöne Metalnummer mit klasse Refrain. "Hardpunk": Hier ist nicht nur die Mucke hart, sondern auch der Text hat es in sich. Hier wird wieder Farbe bekannt. Und die ist nicht braun! Live lädt der Song zum Pogen ein. Nun ist man leider auch schon am Ende der CD angelangt. "Denkmal": Eine sanfte Gitarrenmelodie erklingt (man könnte Parallelen ziehen zu DEEP PURPLEs "Contact Lost") und es werden Namen von deportierten Menschen aufgezählt, die in Jever im Dritten Reich ihr Leben lassen mussten. Wieder einmal kommen die starken, gedoppelten Gitarrenläufe zum Einsatz. Mit "Männer Vom Meer" wird musikalisch an die Opfer gedacht. Die Metalnummer beinhaltet aber auch textlich eine Frage, die wir nicht objektiv beantworten können, und ich hoffe, wir werden nie mehr in der Hinsicht geprüft!

 

Info: Es gibt drei Songs, die es nicht auf das Album geschafft haben: "Nachts im Viertel", "Minus D" und "Winterzeit". Die ersten beiden Songs dürften einige HELLHEAD-Anhänger aus dem früheren HELLHEAD-Programm kennen.

 

Anspieltipps: "Monster", "Schwarzer Rabe" und "Das Meer"

 

Fazit

Punkiger Metal mit gedoppelten Gitarren, treibendem Bass und Gitarrensoli, die man mitsummen kann. Die markante Stimme von Mattes mit seinem charmanten, nordischen Slang und seinen tiefgründigen Texten ist es, was HELLHEAD ausmacht. Die Songs funktionieren live alle sehr gut und haben durch Ihre Mitsingrefrains einen Ohrwurmcharakter. Der Soundmann Jörg Uken aus dem Hause Soundlodge hat eine sehr gute Arbeit abgeliefert und eine Art Livedynamik in den Songs beibehalten. Der Gesang ist deutlicher als bei der Vorgänger-CD, und im Booklet hat man darauf geachtet, dass sich der Text vom Hintergrund abhebt.

 

MONKEY ROCK CASTLE

November 2015

Kerbinator

 

HELLHEAD - Niemals zurück

 

Das Meer – unendliche Weiten. Stoff für zahllose Legenden, Piratengeschichten und Seemannsgarn.

Das Meer – Mittelpunkt des Schaffens der Wilhelmshavener Formation Hellhead, die soeben ihren zweiten Longplayer herausgebracht hat. Schon der Albumtitel „Niemals Zurück“ beinhaltet das Los, welches jeder noch so erfahrene Seemann ziehen kann. Sehnsucht nach der Ferne und gleichzeitig Sehnsucht nach Zuhause.

Musikalisch hat sich bei den vier Jungs nicht arg viel verändert, was auch gut ist. Nach wie vor präsentiert man eine Mischung aus purem Rock, Metal und Punk. Wobei der Punkanteil bei den kürzeren Songs wie „Sucker“ oder „Hardpunk“ klar höher angesiedelt ist.  

Unverkennbar ist der Gesang von Mattes, der immer etwas schnodderig, aber unheimlich sympathisch rüberkommt. Man erkennt sofort am Gesang, daß man es mit Hellhead zu tun hat.

Aber die Band hat sich auch durchaus neue Nuancen einfallen lassen. So ist ein metal-lastiger Song wie „Monster“ aufgrund der Riffs und den Soundeinspielungen wie Frauengeschrei etc. eher für Hellhead-Verhältnisse ungewöhnlich. Klasse, daß man sich an verschiedenen Sounds versucht und trotzdem unverkennbar den Hellhead – Charme behält.

...und dieser Charme ist wirklich sehr ausgeprägt. Die Nähe zur Nordsee und somit zu Meer, Strand, rauher Luft und frischer Brise ist zu jeder Zeit spürbar, fernab von jeglichen norddeutschen Volksliedern oder Hitfabrikanten. Das Piratenskelett auf dem Albumcover spiegelt sich auch teilweise in den Texten wieder. „Schwarzer Rabe“ ist so ein Song, der doch recht makaber wirkt aber dadurch das rauhe Piratendasein aufnimmt.  

Hellhead gehen außerdem lyrisch auch auf zeitkritische Themen ein, wie beispielsweise „Guantanamo Express“ beweist. Die Refrains, wie bei diesem Song, legen immer den Grundstein für die gewisse Nähe zum Punk. Trotzdem bleibt die Band immer positiv gestimmt und wenn, wie im Eröffnungsstück „Frühling“, vom nahenden Sommer voller Vorfreude erzählt wird, überträgt sich diese positive Stimmung sofort auf den Hörer. Ein Verdienst, den man Hellhead nicht hoch genug anrechnen kann, in heutigen Zeiten, die von Trübsal und Klagen geprägt sind.  

„Das Meer“, ein Song ähnlich der Single „Boom Boom“ vom Vorgängeralbum, wurde ebenfalls für ein Video ausgesucht, welches natürlich Meer-nahe gedreht wurde. Einen treffenderen Songtitel konnte man dafür auch nicht wählen.

Was mich ein bisschen vor ein Rätsel stellt, ist der letze Song „Denkmal – Männer vom Meer“. Mit Begleitung von Akkustikgitarre werden hier von verschiedenen Sprechern Namen vorgestellt, was dem Ganzen eine melancholische Grundstimmung verleiht. Was ich nicht weiß ist, um welche Personen es sich hier handelt. Ich würde vermuten, entsprechend dem Songtitel, daß es sich hier um Seemänner-/Frauen dreht, die das Meer nicht mehr zurückgebracht hat. Auf jeden Fall erzeugt dieser Anfangspart des Songs eine meterdicke Gänsehaut und spricht für die bereits angesprochenen neuen Ideen, die sich Hellhead haben einfallen lassen.  

Fakt ist, daß Mattes, Fuxx, Phil und Ralle ihren eingeschlagenen Weg weiter gehen, sich kontnuierlich in musikalischer Qualität und Songwriting verbessert haben. So klingen die metallischeren Gitarrenparts beispielsweise richtig fett und ein Song wie „Monster“ erweitert das Spektrum der Band, ohne ihren ursprünglichen Charme zu verlassen.  

Der Sound, welcher erneut von Jörg Uken in den Soundlodge Studios zusammengezimmert wurde, ist im Vergleich zum Erstling an manchen Stellschrauben verbessert worden. Viel mußte man hier aber nicht ändern, war der Sound auf dem Debut ja schon sehr gut.

Hellhead haben ihren Aktionsradius, was Liveaktivitäten betrifft, nicht erhöht (siehe das Review vom Debut). Sie bleiben nahe dem Meer und scheinen zufrieden zu sein ihre Geschichten dem friesischen Publikum vor Ort näher zu bringen. Dabei birgt „Niemals zurück“ Qualitäten, die man auch weit in der Ferne zu schätzen wissen könnte.  

Ein Album....friesisch herb und doch vollmundig im Geschmack. Wie das Land...so Hellhead !! 

 

 

 

 

 

 

HELLHEAD

1.ALBUM

 

Hellhead Album „Hellhead“

 

ROCK CITY 167   August 2014

Jens Reimnitz

 

Der Bandname klingt fast so, als ob wir eine Metalband im Stile von Slayer oder Exodus zu hören bekämen. Aber weit gefehlt, „HELLHEAD“ sind eine deutschsprachige Punkband mit metallischen Gitarrensolos. Und zwar eine richtig gute Punkband mit tollen Tracks wie „Boom Boom“, „Als ich war jünger“ oder „Kleines Herz“. Fans von Punk, neue deutsche Härte und Heavy Rock sollten der Band eine Chance geben, zumal der Sänger NICHT wie ein Onkelz-Shouter klingt. (10 Punkte)

 

 

 

MONKEY ROCK CASTLE  

August 2014

Kerbinator

 

Wilhelmshaven, Ostfriesland, Nordsee...bei diesen Schlagworten denkt man musikalisch unweigerlich an diverse Shanti-Chöre, Akkordeons, Möwengesang und eventuell noch an die Blödels von Klaus und Klaus. Daß in dieser (zugegebenermaßen tollen) Gegend ordentlich gerockt werden könnte, kommt dabei wohl den Wenigsten in den Sinn.

 

Und doch gibt es eine recht starke Untergrundszene mit einigen empfehlenswerten Bands, darunter Hellhead (wieso ist nicht vorher schon mal jemand auf diesen Namen gekommen ?), deren durchaus professionelles, von Jörg Uken produziertes (Demo-?)Album jetzt vorliegt.

 

Die Songs kommen direkt auf den Punkt, sind stilistisch schwer einzuordnen. Auf der Basis von deutsch-punkiger Schnelligkeit und Einfachheit stehen im Gegensatz melodisch-harmonische Gitarrenparts und Soli, welche dem Liedgut deutlich gut tun und die Songs erheblich aufwerten. Die Texte und Refrains sind hauptsächlich in deutsch gehalten, so daß ich hier schon wieder Einige Tote Hosen oder Onkelz schreien höre. Nein...die Mucke ist weit vom Plagiat dieser polarisierenden Szenegrößen entfernt. Man atmet förmlich die frische Brise, die Hellhead heraufbeschwören, von See kommend ein und ertappt sich unlängst beim Mitsingen. Denn dies ist eine große Stärke des friesischen Vierers, mitsingbare Songs zu schreiben, die unweigerlich im Ohr bleiben und der Landschaft geschuldet herb aber unglaublich sympathisch rüberkommen.

 

Dies beginnt bereits mit dem Opener „Als ich war jünger“, der pure Lebensfreude ausstrahlt und bei dessen Refrain man zuerst geneigt ist, zu grinsen bevor man feststellt, daß sich der Song hervorragend zum Heben des Glases gefüllt mit Friesisch Herbem eignet.

 

Ganz bierernst nimmt sich die Band nicht. So vereint man die englische Refrain-Zeile „Far Away“ mit deutsch-melancholischen Heimweh-Texten. Des Seefahrer's Los, wobei man nicht nur weit von zu Hause, sondern auch von sich selbst weg ist. Musikalisch ein lupenreiner Punk'n Roller, der ohne große Ausschweife nach oben oder unten straight durch die Dünen zieht.

 

Mit Möwengesang beginnt danach „Boom Boom“, so etwas wie der erste Hit von Hellhead. Hat man doch zu diesem Song ein famoses Video abgedreht. Die Gitarren braten fett den blanken Hans entlang, toller mehrstimmiger Refrain. Nach langen Fahrten auf hoher See ist endlich Land in Sicht. So müssen Seefahrer-Hymnen klingen.

 

Im punkigen Drei-Akkord-Rhythmus geht’s weiter mit „Rose“. Schneller, zackiger 2-Minüter, mit kurzem, melodischem Gitarrensolo. Lyrisch eine Abhandlung darüber, als man noch die Könige der Welt war. Sehr einfach gestrickter, auf den Punkt kommender Song.

 

Ganz anders dagegen „Herbst“. Das Gaspedal wird fast gänzlich zurückgenommen. Dem Songtitel entsprechend herrscht hier Melancholie, Schwermut und Hoffnung auf freundlichere Tage. Sehr basslastig entwickelt sich der Song zu einem langsamen Rocker, ja fast schon zu einem Stoner Rock Song. Zwar ohne Wüstenstaub, dafür mit reichlich weißem Küstensand.

Der Track zeigt eindeutig, daß man Hellhead nicht auf eine gewisse Stilrichtung reduzieren kann und sollte. Die Band spielt das, was einem selbst gefällt und man der Stimmung passend für richtig hält. Klasse auch das einfache, aber geniale Gitarrenlick zum Schluß. Genug getan für dieses Jahr ? Bei Weitem nicht, weiter geht’s...

 

Mit einer kleinen Erlkönig-Hommage beginnend lässt dich dann „Kleines Herz“ wieder Kiel holen. Schnelle, motörheadlastige Abfahrt mit Heia-Ho-Chören garniert. Teilweise rumpelig und dann doch wieder technisch versiert. Man merkt auch bei diesem Song, daß der Gitarrist mehr im Metal als im Punk verwurzelt ist und dies bringt nicht zuletzt eine besondere Note in die Songs der Nordlichter.

 

Fröhlich galoppiert danach das „Migrantenlied“ vor sich hin. Sehr gitarrenlastiger Song und mit knapp über 2 Minuten natürlich recht flott interpretiert. Happy Melodieführung trifft ernsteren Hintergrund.

 

Schwer verdaulicher dagegen „St. Anthonius“. Der Song kommt sowohl textlich als auch musikalisch etwas chaotisch rüber, obwohl man mit der ein oder anderen netten Melodie punkten kann. Irgendwie hat sich mir nicht wirklich erschlossen, was man mit dem Lied sagen will. Eine Stufe für...eine Stufe ? Hm...na ja. Muß ich die Jungs demnächst mal fragen. Im Groben liegt dieser Song am ehesten in alten Deutsch-Punk Zeiten verwurzelt.

 

Das folgende, den Bandnamen erklärende „Hellhead“ sprüht dagegen wieder vor Spielfreude und musikalischem Witz. Im Refrain (?) wird quasi das Wort Hellhead auf englisch buchstabiert. Schnelle Mischung aus Punk'n Roll mit Strassenrocker-Qualitäten. Der Song wird als Gassenhauer auf den Bühnen funktionieren. Als nichts anderes muß ein Song, welcher den Bandnamen trägt, überzeugen. Und dies tut er.

 

Zurück in Zeiten von Piraterie und Seemannsgarn wird das „Strandgut“ angeschwemmt. Ein weiterer schleppender Song mit teilweise verzerrten Vocals. Auch hier scheint die ein oder andere Stoner Rock Kapelle heraus. Der Titel basiert auf einem coolen, knarzenden Riff....man hört die Planken quasi knacken. Alles wirkt bewusst unsauber gespielt, schafft aber somit eine gewollt nebelschwadige Atmosphäre.

 

Zu guter Letzt lassen Hellhead mit „Place to Head“ noch mal einen mötörhead-lastigen Banger vom Stapel. Von den Drums unaufhörlich nach vorne gepeitscht, überholen sich die Gitarrenparts fast selbst. Bangen, Bangen und laut schrei'n, heißt es dann auch sinngemäß im Wortlaut und dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Hellhead zeigen, daß man an der Küste die Gezeiten auch mit harten Klängen begehen kann. Mit einer old-schooligen Punk-Attitüde versehen, welche das eigentliche Grundgerüst des Sounds der Band bildet, lassen sich dennoch verschiedenste Einflüsse auf dem Rock-/Metalbereich ausmachen, welche gerade im Gitarrenbereich für wohltuende Abwechslung sorgen. Die Musik funktioniert sicherlich auch hervorragend auf der Bühne, bei der man zu Jever + Korn seine vom Seewind abgekühlten Knochen erwärmen kann. Sind die Aktivitäten der Band noch regional begrenzt, wird die Zeit zeigen, ob man zukünftig auch andere Landstriche beackern kann. Zumindest hat man mit diesem Album ein fettes Ausrufezeichen in das platte Land gesetzt. Ahoi !!

 

 

ROCK HARD August 2014

Jan Jaedike

 

Einfach machen es einem Hellhead nicht. Die Norddeutschen klingen zwar vordergründig simpel, lassen sich aber kaum in gängige Schubladen stecken. Die in der Bio genannten Social Distortion und Turbonegro hört man nicht weiter raus. Das mag zum Teil an den deutschen Texten liegen, die - bei einer Band aus Wilhelmshaven nicht weiter verwunderlich – eine gewisse Wind-, Wetter- und Seefahrer-Affinität aufweisen. Daher klingt man glücklicherweise auch nicht nach den herangezogenen Toten Hosen, sondern versprüht eine angenehme Melancholie, die sich perfekt mit dem druckvollen Instrumental-Teppich (Produzent: Jörg Uken)

ergänzt. Das Ergebnis erinnert trotz einiger gewollter und daher schon wieder cooler  verbaler Flachheiten ("Bangen, bangen und laut schreien!") an Slimes Erich-Mühsam-Huldigung "Sich fügen heißt lügen", könnte zudem manchem Rachut-Schüler munden, sollte aber auch eher bodenständige Genossen ansprechen.

 

 
 
 
 

METAL HAMMER Juni 2014

MANUEL LIEBLER

Punk Rock

 

Drei Dinge gleich zu Beginn: Punk braucht nicht viel mehr als drei Akkorde, Leidenschaft toppt Perfektion, und alte Hosen erhöhen den Wohlfühlfaktor. Zumindest, wenn es nach den Szeneveteranen von Hellhead geht. Neben den potenziellen Ersatzteilen der Opel Gang setzt das Quartett vor allem auf einen dezenten Metal-Überzug und eine Prise norddeutschen Charme. Genre-Grenzen? Vielleicht beim nächsten Mal! Also ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Album-Highlight in Form des Wüsten-Rockers `Herbst` auch aus der Böhse-Onkelz-Ecke stammen könnte. Während `St. Anthonius` mit seinem avantgardistischen Flair ebenfalls in eine andere Kerbe schlägt, entfachen minimalistische Gossenhymnen wie `Als ich war jünger`, `Rose` oder `Kleines Herz` vor allem drei weitere Dinge: Durst auf Dosenbier, wohlige Erinnerungen und Appetit auf ein Hellhead-Konzert.

 

 

 

 

SECRET PORT MAILORDER GREECE Juni 2014

THEODOSIS MIRAS

 

HELLHEAD-s/t.2013, full private cd , germany.

HELLHEAD is a 4 piece band and this is the 11 song track, self titled cd.

they offer 11 songs of melodic punk metal to super hard rock tracks, they are

sometimes dynamic and their compositions makes you want to dance the

rocking or punk way. The production is super on professional level and the lyrics,

has a variation from English to german.

Personal favourites songs are BOOM BOOM, HELLHEAD,

PLACE TO HIDE and ALS ICH WAR JUNGER! 8/10

 

 

 

 

 

Musicworld März 2014 

Clio69

 

Mattes: Git/Voc
Fuxx: Lead Git
Ralle: Drums
Phil: Bass/Backing Voc

2013 10 Pressefoto 300dpiHellhead ist eine 4-köpfige Metal/Rock-Combo aus Friesland und starten das Jahr 2014 mit einem Album namens „Hellhead“. Das Cover finde ich nicht so spektakulär, aber letztendlich kommt es auf die Songs an. Und da brauchen sich die Jungs nicht zu verstecken. Der erste Song von der Platte „Als ich war jünger“ rockt schon mal richtig. Weiter geht es mit „Fay Away“, da spielen die Gitarren eine große Rolle. Gitarrenriffs und Schlagzeug wurden perfekt eingesetzt. Bei „Boom Boom“ kommt ein wenig die Metalseite dieser Band zum Ausdruck. Der Frontmann singt von einem Schiff namens „Niemals Zurück“ und der hohen See. Untermalt wird der Titel mit Meeresrauschen und Möwengeschrei. Song Nr. 4 „Rose“ erzählt von einer alten Freundschaft. Wiedersehen und Erinnerungen spiegelt dieser Text wieder. Auch „Herbst“ hat was ganz besonders. Sänger Mattes wird von einer zweiten Stimme unterstützt. Die rockigen Passagen in dem Song gefallen mir sehr. „Kleines Herz“ rast durch die Gehörgänge. Nicht ganz mein Fall. Mit „Migrantenlied“ wird es wieder etwas ruhiger, aber trotzdem nicht ganz leise;-). In diesem Song geht es um das schwere Leben eines Migranten. Er muss an der Haustür betteln und letztendlich wird der Alkohol für ihn zum letzten Trost. Ein Song zum Nachdenken. Nummer Nr 8 „St.Anthonius“ ist nicht mein Song. Ein schwer verständlicher Text, in den ich mich nicht so recht einfühlen kann. Also reden wir weiter über „Hellhead“ Song Nr. 9, der mir wieder gute, rockige Laune macht. Eine Mischung von englischen und deutschen Textpassagen. Sehr gute Mischung, mit der sich die Band vorstellt. „Strandgut“ hat einen super Anfang. Man fühlt die Tiefe des Meeres und wer weiß, wo unser Leben uns hin treibt. Der letzte Titel auf dem Silberling „Place to Hide“ haut nochmal richtig rein. „Einen Platz zum Verstecken“ brauchen die Jungs auf alle Fälle nicht ;-) Sie rasen nochmal mit Volldampf durch die Boxen und reissen uns mit. Eine Kritik gibt es jedoch von mir. Musikalisch sowie textlich ist dieses Album in Ordnung, nur habe ich manchmal den Sänger (Gesang) nicht richtig verstanden. Vielleicht der Dialekt aus Friesland Zwinkerndes Smiley 

Metalunderground.at

Robert  

Zwischen Crowd Rock und anderen Rockigen Attitüden bedienen sich die Jungs von Hellhead. Ihr Werk „Hellhead“ liegt nun vor mir und in selbiges will ich mich mal genauer rein hören. Dreckig und verdorben sind sie die Friesen und ihre Art der Mischung ist weit gefächert im Bereich Rock, Punk, Metal. Die deutschen Lyriks lassen etwas von Prolo Gehabe aufkommen und so kommt man so teilweise richtig Assi mäßig rüber. Das ist einfach begeisterungswürdig und lässt einen vor dem Player ausharren. Die Konstellation, welche seit 2010 besteht ist ein gut eingespieltes Team und weiß auch wirklich in einem Bereich durchzusetzen, wo es sehr schwer ist dominanter von sich Reden zu machen. Dennoch und obwohl man eher mit einer etwas minderen Produktion auskommen musste unterbreitet man einen Silberling der sehr gut reingeht. Die teils sehr rohen Songs wurden auch an und ab mit einer leichten Melancholie gespickt die sich gut zu den restlichen Soundgefühlen hinzugesellt. Das der Deutschrock hauptsächlich im Vordergrund steht ist sehr gut und die Erweiterungen lassen auf eine sehr gute Mischung weiterhin bauen. Vergleiche mit den Jungs von Onkelz und so weiter sind zwar nicht unbedingt von der Hand zu weißen, doch weit nicht so breitentauglich sind die Songs der Jungs hier auf ihrem Album. Vielmehr baut man nicht auf den Ausverkauf und der Massentauglichkeit, aber dafür auf eine Linie, welche eben das Werk der Friesen auf eine höhere Ebene hievt. Die Stücke sind zwar etwas reichhaltiger ausgestattet worden, diese kredenzt man uns nicht von einer technisch ausufernden Art und Weise, was ja in diesem Bereich absoluter Frevel wäre. Somit gute Ohrwürmer, welche auch länger anhaltend sich im Gehörgang festharken. Die rockigen Melodien reißen schlichtweg mit, auch wenn man oftmals den Choransatz etwas verpasst und dies etwas versoffener klingt. Macht aber auch nichts, denn so hat man eben einen unbeschwerten Assischarm, welcher eben gut rüber gebracht wird. Wer nun auf eine eigeneständige Crowd Rock Variation steht ist bei den Burschen von Hellhead an der richtigen Stelle.

Fazit: Vergleiche mit anderen Szenekollegen kann man ruhig anstellen, doch weitaus innovativer gehen die Burschen hier ans Werk. Dies ist ein absoluter Bonuspunkt. Vor Vergleichen mit den Onkelz wird man sich nicht wehren können, doch muss man sagen klingen Hellhead deutlich ungeschliffener und somit besitz man einen ganz besonderen Charme. Freilich und auch dies steht außer Frage, kann man hier noch viel ausbauen, doch das hier gehörte geht bereits gut ins Gehör und weiß Stimmung zu verbreiten.

 

 

(R)ohrpostfanzine 

turbotorben

 

Mit ihrer Debüt Cd legen die 4 Wilhelmshavener insgesamt 11 deutschsprachig, fett produzierte, flotte und trotzdem melancholische Lieder ab. Das Ganze ist gekonnt verpackt in Punk mit deutlichem Metaleinfluss welcher druckvoll, allerdings nicht nervig mit irgendwelchen Gitarrensolis daherkommt. Zudem hört man sofort heraus das es sich bei Hellhead um keine Anfängercombo handelt. Die Instrumente sind sehr fein untereinander abgestimmt und die außergewöhnliche Stimme von Sänger Mattes sticht heraus und gibt dem ganzen eine eigene würzige Note. Eskalierende Vernunft trifft auf dritte Wahl. Seit langem mal wieder eine Kapelle aus meinem direkten Umfeld, welche mich zu begeistern vermag. Einzig alleine das Layout innerhalb des Booklets hätte stellenweise ein wenig „alter“sgerecht gestaltet werden können. Doch wer braucht schon abgedruckte Texte wenn diese klar und verständlich gesungen werden?!?

 

 

 

 

 

Hans Kleines Heavy-Metal Eck

Hanse Bänger 

 

Das neue Hellhead Album liegt mir jetzt vor. Ich hatte vorher schon „Als ich war jünger“ und „Herbst“ gehört. So unterschiedlich die beiden Songs sind, so viel Abwechslung bietet auch das Album. Heavy Metal typische Songstrukturen mit einer rauen Punk Rock Stimme und einen Knackigen Sound, lassen in Wilhelmshaven was ganz interessantes entstehen. Positiv ist auch das man nicht auf Mitgröl-Refrains setzt, wie bei „Als ich war jünger“, sondern auf Gedoppelte Gitarren und Intelligente Texte, die das Album auch nach mehreren Hören nicht langweilig werden lassen. Jörg Uken hat in seinem Soundlodge Studio einen guten Job gemacht. Die Band hat gute Ideen und bieten mit 11Songs in 42min. 48 sec. eine gelungene Abwechslung aus Rock, Metal, Punk und ein hauch Speed Metal der frühen stunden. Mit der CD wird ein 8 Seitiges Booklet mitgeliefert wo man alle Texte mitsingen kann. Alle Texte? Leider wurde auf Seite 3 ein ungünstiger Hintergrund gewählt worden, so das man die Texte von „Als ich war jünger“ und „Far Away“ schwer lesen kann. (wer suchet der findet  )

 

 

 

Bunkermagnet/Nolium

JRegier

 
Hellhead - Der Teufel spricht DEUTSCH…

“Devil´s favorite musicians” heißt es einladend auf Hellhead’s Internetseite 
www.hellhead.de. Und da die Jungs aus dem hohen Norden sich auf ihrer ersten Veröffentlichung fast gänzlich ihrer Muttersprache bedienen, müssen wir nach dem dritten Durchhören davon ausgehen, dass die Band zwar vielleicht nicht mit dem Teufel im Bunde steht, aber zumindest gute Kontakte in die Richtung unterhält:

Die vielen Live-Auftritte in den letzten zwei Jahren haben in Hellhead’s Songs ihre Spuren hinterlassen. Die Band hat textlich und auch musikalisch ein klares Gespür dafür, wie man mit seinen Fans eine ordentliche Party an den Start bringt. Eingängige Texte, vorgetragen samt phonetischer Eigenheiten, mit denen der Norddeutsche seine Aussprache halt so versieht. Das ist nicht negativ gemeint - im Gegenteil: es verleiht den Texten noch mehr Authentizität. Und das teilweise in einer Form, dass man sich spätestens beim zweiten Refrain dabei erwischt, mitzusingen. Textlich überzeugen mich insbesondere “St. Antonius”, “Strandgut” und “Herbst”. Schön: Die CD mit den für ein Erstwerk reichlichen 11 Songs hat ein “richtiges” Inlay - alle Texte sind abgedruckt. 

Die einzelnen Bandmitglieder haben musikalisch sehr unterschiedliche Wurzeln, machen sich aber gemeinsam erfolgreich auf einen ansprechenden, stilsicheren Weg. Die Gitarren von Fuxx und Mattes fallen durch viel melodiöses, mehrstimmiges Spiel in so gut wie jedem Song auf und sind ebenso stilprägend wie Matte´s Stimme. An vielen Stellen unterstreichen zudem Phil´s infernalische Bassläufe Hellhead’s Anspruch darauf, von einem durchaus eigenständigen Sound sprechen zu können. Das positive Gesamtbild wird unterstützt von der klaren, authentischen Produktion des Tonträgers, der für mich auch klanglich überzeugen kann.

Mein Tipp: Kaufen, Hören, Liken, Teilen, Weiterempfehlen!
Songtipps: Strandgut, Herbst 

nichtlesen.net

Patrick

 

Hellhead - durch die Geburt ins Meer des Lebens hineingeworfen

Heute habe ich mal einen musikalischen Geheim-Tipp für euch. Die Sympathisanten des guten alten Rock unter euch werden dabei voll auf ihre Kosten kommen. Wer erinnert sich nicht an die Phase, als sich der Punk vom Hardrock abhob und die Diversifikation ihren Lauf nahm. Und genau da setzt mein Tipp für euch an.

Hellhead verbindet die vielen Abspaltungen des Hardrock zu einem eingängigen Blues und reicht damit von Iron Maiden bis zu dem wilden Deutschrock aus den 80er Jahren. Neben den relativ simpel gehaltenen Texten, die trotzdem an mancher Stelle nicht an Tiefsinnigkeit verlieren, klingen die Instrumente, als hätten sie nur auf die Musik gewartet.
Seit 2010 ist Hellhead in seiner aktuellen Konstellation auf LIVE-Tour: Fuxx an der Gitarre, Mattes an der zweiten Gitarre und Gesang, Ralle an den Drums und Phil am Bass und Backing Vocals. So sind die vier bereits mit Größen wie „Dritte Wahl“, „The Accüsed“ aus den USA und den Kontrollers unterwegs gewesen. Außerdem waren sie der Hauptact auf dem Black-Port Festival 2012. In dieser Zeit hat sich schon klar herauskristallisiert, dass die Tracks „St. Antonius“, „Herbst“ und „Hellhead“ besondere Beliebtheit bei den Fans fanden.

Und jetzt ist die Band dabei ihr erstes Album zu produzieren. Genau das ist der eigentliche Anlass, weshalb ich diese Zeilen zusammenstelle.

Die Band hat mir ihren ersten Mix zur Verfügung gestellt, damit ich mal wieder etwas zu schreiben habe. Also habe ich mich zurückgelehnt und die Klänge auf mich wirken lassen. Der erste Track „Als ich war jünger“ geht sofort durchs Ohr ins Blut. Doch halt! Irgendetwas ist da sonderbar. Die Vocals verschwinden etwas unter den anderen Instrumenten, aber das liegt nur an dem ersten Mix und wird noch nachbearbeitet. Außerdem klingt es etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der Text invertiert gesungen wird. Also: „Als ich war jünger“ anstelle eines „Als ich jünger war“. Auch bei anderen Texten werden solche Inversionen angewandt, doch das ist eine reine Gewöhnungssache für die Ohren. Sobald man nicht mehr darüber nachdenkt, lässt der Kopf sich schnell mit den rockigen Melodien mitreißen.

Die Texte sind kurz und knackig, haben teilweise aber auch tiefgründige Bedeutung, wie beispielsweise das „Migrantenlied“. Doch keine Angst, hauptsächlich wird die Lust am Leben besungen. Euch erwartet also keine allzu harte Kost.

don't know..HELLHEAD?

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